Foto der Woche 20.02.2017

Alsmanns Instrumente II

Dieses Tenorbanjo gehört zu den ältesten seiner Art und wurde nach Expertenmeinung um 1910 gebaut.
Tenorbanjos sind relativ kurzhalsig und in Quinten gestimmt, ähnlich wie Geigen, Bratschen oder Mandolinen und sollten damals den Geigern, Bratschern oder Mandolinisten das Spielen auf dem neumodischen Banjo erleichtern.
Das Musizieren auf den älteren Banjotypen wie 5-String oder Plectrumbanjo hätte ein komplettes Neu-Lernen mit sich gebracht.
Typisch für Instrumente wie das hier abgebildete ist, dass die Wirbel wie bei einer Geige einfach durchgesteckt sind, also nicht,
wie später üblich, mit Mechaniken ausgestattet wurden.
Zudem hat der Korpus dieses Instruments keinen Boden, es klingt also verhältnismäßig weich und dezent.

Götz erwarb das Instrument schon in den 70er Jahren bei einem älteren Herren, der in einem Zeitungsinserat darauf hingewiesen hatte, dass er ein Banjo und ein metallenes Pflegebett zu verkaufen habe und beide Artikel nur zusammen gekauft werden könnten.
Es wurde lange mit Engelszungen verhandelt und schließlich nannte der (damals) junge Münsteraner das hübsche und mit elaborierten Schnitzereien versehene Banjo für einen Kaufpreis von stattlichen DM 150 sein eigen.
Was aus dem Bett wurde, ist nicht bekannt.