Jazzschlager des Monats September 2015

Sugar Plum Dance – TOMMY DORSEY & HIS ORIGINAL ORCHESTRA (1952 ?)

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Hinter der oben angegebenen Jahreszahl steht das Fragezeichen nicht ohne Grund.
Nach dem Tode Tommy Dorseys verkaufte seine Witwe einen größeren Vorrat bislang unveröffentlichter Aufnahmen an verschiedene amerikanische Billig-Labels wie Premier und Coronet.
Man kann nur vermuten, dass diese Aufnahmen das Repertoire und die Besetzung der Band in der ersten Hälfte der 50er Jahre widerspiegeln.
Tommy Dorsey (1905 – 1956) galt und gilt als einer der wichtigsten Posaunen-Solisten und Big Band Chefs der gesamten Jazz-Geschichte. Schon 1947 hatte er ein Schellack-Album mit Swing-Arrangements von Tschaikowsky-Kompositionen veröffentlicht und dieses Thema beschäftigte ihn anscheinend ein paar Jahre später immer noch.
Wir hören hier seine Fassung des “Danse de la Fée Dragée” (“Tanz der Zuckerfee”) aus Tschaikowskys “Nussknacker-Suite” (op. 71a), basierend auf seinem gleichnamigen Ballett, das im Jahre 1892 erstmalig aufgeführt wurde.
Die populären Melodien aus dem “Nussknacker” wurden im Laufe der Jahrzehnte immer wieder in aktuellen, dem jeweils modern Stil folgenden Jazz-Bearbeitungen aufgenommen.

Götz Alsmann machte aus Tschaikowskys Evergreen den “Mambo de la Fée Dragée” und veröffentlichte ihn auf seinem Album “Tabu”.
Das Arrangement dazu schrieb er übrigens 2002 während eines mehrtägigen Salzburg-Gastspiels der Band auf seinem bemerkenswert öden und abgefratzten Hotelzimmer.