Götz-Alsmann-Band jubelt: Hurra, der Bass ist wieder da!

Der Bass ist wieder da! Einfach abgegeben im Fundbüro zu Gescher. Und vermutlich wäre er dort im Magazin verschwunden, hätte nicht eine aufgeweckte Zeugin die Übergabe beobachtet: „Das ist der Bass von Michael Müller aus der Götz-Alsmann-Band“, rief sie überrascht. „Der stand doch in der Zeitung.“ Bingo.

Die Götz-Alsmann-Band erreichte die frohe Kunde auf Sylt, kurz nach dem ersten Konzert. „Die Nachricht kam genau zur richtigen Zeit“, meint Götz Alsmann. „Wir begannen schon zu überlegen, mit welchem Instrument wir weiterspielen können.“ Natürlich besitzt Michael Müller ein Zweitinstrument – aber das ist nicht das Wahre. Mit seinem eigenen Instrument, einer über 40 Jahre alten „Fender Precision“, ist der Bassist gewissermaßen verwachsen.

Nur an diesem verflixten Montagmorgen war er’s nicht. Nach einem Konzert in Kleve war die Band mit dem Tournee-Transporter gemeinsam zu ihrem üblichen Treffpunkt gefahren, dem Pendlerparkplatz an der Abfahrt Gescher/Coesfeld der A 31. Dort verlor sich die Spur der kostbaren Bassgitarre.

Nach der Verlustmeldung in den WN (5.7.) meldete sich immerhin ein Leser aus Rheine – der zumindest berichten konnte, wie der Musiker seinen Instrumentenkoffer auf einer Rasenfläche abgelegt hatte. Mehr nicht. Nun ist das gute Stück erst einmal in behördlicher Obhut.

Die Band kann seinetwegen nicht ihre Tournee unterbrechen. Michael Müller wird sich in einigen Tagen drum kümmern – auch um den ehrlichen Finder und den ihm zustehenden Finderlohn. Einstweilen hat er, so heißt es aus gut unterrichteten Kreisen, in der „Sansibar“ ein Fläschchen Schaumwein springen lassen.

Westfälische Nachrichten, Lukas Speckmann, Münster, 16.07.2011

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