Foto der Woche 06.03.2017

Alsmanns Instrumente IV

Obwohl sich Götz Alsmann nie wirklich als Gitarrist sah und sieht, gab und gibt es immer wieder Situationen, wo er zum Sechssaiter griff oder greift, sei es bei “Zimmer frei” oder bei Album-Produktionen.
In jungen Jahren gab es solche Momente laufend, denn häufig gab es in den Clubs kein brauchbares Klavier und Götz verbrachte den Abend als Rhythmusgitarrist.
Zwei Gitarren waren dabei seine treuen Weggefährten, eine davon stellen wir Ihnen heute vor:
Als Götz zwischen September 1977 und November 1978 zusammen mit Mike Müller bei der “Blues Company” aus Osnabrück mitspielte, bewunderte er stets die antike, von den Ausmaßen her gigantische Hopf-Gitarre des Bandleaders Todor Todorovic.
Eines Tages sagte Toscho, wie er von seinen Freunden genannt wird, dass im Musikgeschäft um die Ecke eine identische Gitarre im Schaufenster stehe. Der Preis? Schlappe 660 Mark.
Eigentlich ein Schnäppchen. Und doch … 660 Mark waren für den gerade zwanzigjährigen Musiker, der ja eigentlich der etatmäßige Pianist der Combo war, eine durchaus ansehnliche Investition.
Wie man so schön sagt: Damals war ‘ne Mark noch ‘ne Mark.
Andererseits: Vielleicht war das die einzige Chance, jemals an ein solches Instrument zu kommen.
Also griff Götz zu.
Leider gab es keinen passenden Koffer für die Gitarre und so wurde die schöne blondholzige Rarität in den nächsten Jahren sowohl bei Konzerten der Blues Company als auch bei den frühen Shows der “Sentimental Pounders” in Decken gewickelt transportiert.
Erstaunlich, dass dabei nichts zu Bruch ging.