Jazzschlager Juli 2008

Ich hab’ die Liebe nicht erfunden – BULLY BUHLAN (1949)

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Bereis in den allersten Nachkriegsmonaten etablierte sich der 1924 geborene Berliner Hans Joachim “Bully” Buhlan als einer der
populärsten Sänger seiner Heimatstadt. Ursprünglich zwar Pianist, ließ er sich von Michael Jary zu einer Sängerlaufbahn überreden, in der er sich als perfekter Allrounder präsentierte: Boogies, Polkas, Jazzballaden und Berliner Lieder – alles wußte er auf seine ureigene Art zu interpretieren. Sein unkomplizierter und unpathetischer Gesangsstil galt damals in Deutschland als “amerikanische Masche” und machte ihn zu einem, der erfolgreichsten Interpreten seiner Zeit. Wie damals bei beliebten Sängern üblich, wurde Bully Buhlan seit den frühen 50er Jahren auch als Filmschauspieler eingesetzt. Hier überzeugte er durch oft sehr witzige Rollen in Schlagerfilmen wie “Heimweh nach dir”, “Schlagerparade”, “Große Starparade” oder “Wunschkonzert – 1:0 für Sie”. Bully Buhlan, eine der großen Inspirationen für Götz Alsmanns Gesangsstil, starb 1982. Als “Ich hab’ die Liebe nicht erfunden” im September 1949 aufgenommen wurde, leitete Erwin Lehn noch das RTB Orchester (Radio Berlin Tanzorchester), das er 1947 von Michael Jary übernommen hatte. 1951 ging Lehn nach Stuttgart, wo er für etliche Jahrzehnte als Leiter des Südfunk Tanzorchesters Komponist und Arrangeur wirkte.

Götz Alsmanns Bossa Nova-Version von “Ich hab’ die Liebe nicht erfunden” ist eines der Glanzstücke seines Albums “Zuckersüß”.