Jazzschlager des Monats April 2018

Ciao Ciao Ciao – JOHNNY RITTER (1958)



In jedem europäischen Land schien es Ende der 50er Jahre einen Bedarf an jungen und gut aussehenden amerikanischen Sängern zu geben, die aktuelle Schlager in der Sprache des jeweiligen Gastlandes zum Besten gaben, gerne mit typisch amerikanischer (sprich: Rock’n’Roll-orientierter) Note.
Für Italien besetzte der 1934 in New York geborene Johnny Ritter diese Planstelle.
Bereits mit zwanzig debutierte er im New Yorker Nachtclub „Blue Angel“, wo er für ein ganzes Jahr verpflichtet war.
Dann zog es ihn in die Welt hinaus, bis er 1957 in Italien landete.
Schnell fand er Anschluß an die Mailänder Musikszene. Sein Ruhm drang bis nach Rom und er erhielt ein Angebot für eine eigene wöchentliche Radioshow mit dem Titel „Un Americano a Roma“.
1958 erschienen die ersten Johnny-Ritter-Aufnahmen mit Orchesterbegleitung unter der Leitung von Len Mercer (= Ezio Leoni). Zunächst sang Ritter noch in englischer Sprache, doch schon bald wechselte er ins Italienische und zur Band „i Continentals“, die von Giulio Libano geleitet wurde.
Ebenfalls 1958 gab es eine Einladung zum Zürcher Schlagerfestival. Nach dem Muster der italienischern Schlagerfestspiele von Sanremo wurde dort jedes Lied von zwei Interpreten dargebotetn.
Gemeinsam mit Natalino Otto bewarb sich Johnny um die Lorbeeren für„Ciao Ciao Ciao“.
Es gab einen dritten Platz und schon bald eine Hit-Single, die ein paar Monate später sogar in Deutschland herauskam.
Johnny Ritter blieb jahrzehntelang ein in Italien über die Maßen populärer Künstler.
Nach letzten Informationen verbringt er heute seinen wohlverdienten Ruhestand im sonnigen Florida.