Jazzschlager Juli 2009

Geisterreiter – RITA PAUL & DAS CORNEL-TRIO (1949)

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Rita Paul, 1928 in Berlin geboren, wurde schon ab 1945 zum Liebling der Berliner Musikszene. Sie sang auf deutsch und englisch, scheute das internationale Repertoire nicht und war von Beginn ihrer Karriere an die bevorzugte Duettpartnerin Bully Buhlans. Wie dieser hatte auch sie zwei Schallplattenverträge: mit der Polydor für den Westen und mit der Amiga für den Osten. Außerdem sang sie als Gast des Orchesters Lubo D’Orio amerikanische Songs für die Electrola. Ihre Fassung der “Geisterreiter” ist wahrscheinlich die erste Veröffentlichung der Stan Jones-Komposition “Riders In The Sky” in deutscher Sprache überhaupt. Dieses populäre amerikanische Cowboylied (später gelegentlich auch “Ghost Riders In The Sky” genannt) kam in den USA Anfang 1949 in verschiedenen Versionen auf den Markt, deren erfolgreichste die von Vaughn Monroe war. Monroes Fassung erreichte die amerikanische Hitparade im April und wurde zur erfolgreichsten US-Single des Jahres überhaupt. Ernst Verch verfasste umgehend einen deutschen Text und die Ost-Berliner Plattenfirma Amiga schickte Rita Paul noch im selben Monat zusammen mit Peter Cornehlsens wunderbarem Cornel-Trio sowie der Kapelle von Walter Dobschinski ins Studio, wo die vorliegende Aufnahme auf Weltniveau in nullkommanichts eingespielt wurde. Selbstverständlich gab es, wie damals üblich, auch sofort einen käuflichen Notendruck für Gesang und Klavier, dessen zeittypische Gestaltung nebenstehend zu bewundern ist.

Götz Alsmann und Bela B. singen “Geisterreiter” auf dem neuen Album “Engel oder Teufel”.