Jazzschlager Juni 2009

Wenn die Baumwollfelder blüh’n – MARGOT HIELSCHER (1949)

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Die unvergleichliche Margot Hielscher spielte 1949 in dem Film “Hallo Fräulein” eine deutsche Sängerin, die sich in einen Orchesterchef der amerikanischen Armee verliebt und mit ihm durch das skeptische Deutschland auf Tournee geht. Da war mehr Biographisches drin, als der durchschnittliche Kinobesucher seinerzeit wahrhaben wollte. Daß sie sich am Ende für einen braven deutschen Ingenieur entscheidet, war der Überzeugung der Produzenten geschuldet, ein anders geartetes Happy End sei dem deutschen Nachkriegspublikum nicht zuzumuten. Die Musik zu “Hallo Fräulein” schrieb Friedrich Meyer, La Hielschers späterer Ehemann und Komponist der meisten ihrer Lieder. “Wenn die Baumwollfelder blüh’n” ist eine der eindrucksvollsten Sequenzen des Films, einer der berückendsten Augenblicke der Musikfilmgeschichte überhaupt. Nebenstehend sehen wir ein Etikett der Erstauflage der dazugehörenden Schallplattenveröffentlichung. Links und rechts schräg unter dem Telefunken-Etikett erkennt man das Zeichen der Zensurbehörde der französischen Militärregierung. Schon bei der Zweitauflage war es verschwunden.

Taufrisch ist Götz Alsmanns Fassung von “Wenn die Baumwollfelder blüh’n”. Die Götz Alsmann Band wird hierbei von Jean “Toots” Thielemans, der 87jährigen Weltkapazität in Sachen Jazz-Mundharmonika unterstützt. Die Aufnahme ist als Bonus-Lied zum neuen Album “Engel oder Teufel” bei iTunes herunterladbar.