Jazzschlager des Monats Juli 2013

Eine blaue Stunde – GRETA KELLER (1960)

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Greta Keller, die Urmutter des internationalen modernen Chansongesangs, machte 1960 in Wien stereophonische Aufnahmen mit dem Bar-Ensemble des Pianisten Michael Danzinger. Das dabei entstandene Album “Eine blaue Stunde” gilt seitdem als absoluter Klassiker des Genres. Sein Repertoire – Schlager, Chansons und Songs in drei Sprachen – diente jahrzehntelang vielen Musikfreunden als “Einstiegsdroge” in die faszinierende Welt der zeitgenössischen Diseusenkunst.
Das Titelstück stammte aus der Feder von Rudolf und Herbert Nelson.
Rudolf Nelson (1878 – 1960) war einer der produktivsten Kabarettautoren und -komponisten des Berlin der 20er Jahre. Von den Nazis ins Exil getrieben, kehrte er schon bald nach Kriegsende zurück und schrieb 1949 seine letzte Revue “Berlin weh-weh” gemeinsam mit seinem Sohn Herbert Nelson (1910 – 1988). Teil dieser kabarettistischen Revue war auch das sehnsuchtsvolle Lied von der “Blauen Stunde”.

Götz Alsmann nahm diesen Chansonklassiker 2001 für sein Album “Filmreif” auf und sang ihn zwei Jahre lang allabendlich auf der Bühne.
Als die Götz Alsmann Band in den Jahren 2001 und 2002 ihr “Filmreif”-Programm über mehrere Wochen in Berlin spielte, nahm sie Quartier im legendären Künstlerhotel “Askanischer Hof” am Kurfürstendamm. Schräg gegenüber prangte direkt neben der Versace-Boutique eine Bronzetafel an der Hauswand, die irgendwann Götz’ Aufmerksamkeit erregte. Als er sie während eines Spaziergangs genauer in Augenschein nahm, las er: “In diesem Hause wohnte der Komponist Rudolf Nelson 1922 – 1032″.
Zufälle gibt’s…

Mehr von Greta Keller gibt’s beim nächsten Jazzschlager des Monats!