Jazzschlager des Monats Mai 2018

Che Bambola – FRED BUSCAGLIONE (1955)

 

Der gemeinsame Nenner ist schnell gefunden:
Jazzhafte Musik, Canzonen, schräges Image… das kann nur Fred Buscaglione sein!
Dieser Sänger, Violinist und Songautor brachte einen Hauch von Rhythm & Blues nach Italien und verblüffte sein Publikum mit selbstironisch vorgetragener Extrem-Bühnenkunst.
Seine fünfköpfige Band, bestehend aus allesamt Swing-geschulten Routiniers, entwickelte schon früh den typischen Buscaglione-Sound und begleitete den Chef auf der überwiegenden Mehrzahl seiner durch die Bank erfolgreichen Einspielungen.
Aber auch abseits der Musik sorgte Fred Buscaglione für Wirbel – seine stürmische Ehe mit der arabischen Artistin und Tänzerin Fatima Ben Embarek war ein gefundenes Fressen für die Regenbogenpresse und und sein exzessiver Lebensstil machte ihn zum heimlichen Helden einer ganzen Generation italienischer junger Männer.
Am 3. Februar 1960 kam dieser großartige Künstler bei einem Autounfall ums Leben.
Er wurde nur achtunddreißig Jahre alt.

„Che Bambola“ („Was für eine Puppe!“), aufgenommen und erschienen 1955, ist das Stück, an das jeder Italiener zuerst denkt, wenn der Name „Buscaglione“ fällt.
Nicht nur war es sein vielleicht größter Hit – es war auch die Inspiration für so viele erfolgreiche Sprech-Canzonen, wie sie später u. a. von Paolo Conte geschrieben und dargeboten wurden.
Die Götz-Alsmann-Fassung, zu finden auf seinem aktuellen Album „In Rom“, bleibt im Arrangement (für Götz eher untypisch) nah am Original.
Da gab es einfach nichts zu verbessern…