Jazzschlager des Monats Juli 2018

Arrivederci Roma – NATALINO OTTO (1955)



In Italien verehrt man Natalino Otto (1912 – 1969) als den Mann, der den Swing ins Land gebracht hat.
Nachdem der junge Sänger 1934 eine Einladung erhalten hatte, für ein Jahr im Italo-amerikanischen Rundfunk in New York aufzutreten, nutzte er die Chance, sich vor Ort mit dem amerikanischen Repertoire und den neuesten Stilistiken vertraut zu machen. So wollte Natalino in Zukunft auch singen!
Nach seiner Rückkehr wurde er trotz erheblichen Gegenwinds des Mussolini-Regimes, das den Swing als „Barbarenmusik“ schmähte, zu einem der populärsten Schallplattenstars des Landes.
Natalino Ottos Erfolge hielten bis zu seinem Rücktritt als Sänger Anfang der 60er Jahre an – man spricht von rund zweitausend Liedern, die er aufgenommen haben soll.
In den Jahren danach betätigte er sich als Produzent und Talentförderer. So gilt er als der Entdecker von Mina.

Seine Eheschließung mit der stilistisch ähnlich gelagerten Sängerin und Sanremo-Gewinnerin Flo Sandon’s (kein Tippfehler!) fand 1955 statt – in dem Jahr also, in dem auch „Arrivederci Roma“ veröffentlicht wurde.
Diese Komposition des Komponisten, Sängers und Schauspielers Renato Rascel (1912 – 1991) wird noch heute in Italien trotz international berühmterer Versionen von Mario Lanza, Dean Martin und Nat King Cole unverbrüchlich als ein Schlager des großen Natalino Otto angesehen.

„Arrivederci Roma“ beschließt das wunderbare aktuelle Album „Götz Alsmann in Rom“.